Ratgeber
Pool bauen lassen: Schwimmbad im eigenen Garten planen
Meine Heimat 24 Redaktion21. September 2026

Foto: Vic Brincat, CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
Ein Pool im Garten verwandelt den Sommer, will aber sorgfältig geplant sein. Von der Poolart über Technik und Genehmigung bis zur Wasserpflege zeigt dieser Ratgeber, worauf es ankommt. So finden Sie den passenden Poolbauer und vermeiden teure Fehler.
Der eigene Pool im Garten ist für viele der Inbegriff von Sommer: morgens vor der Arbeit ein paar Bahnen ziehen, nachmittags die Kinder planschen sehen, abends bei warmem Wasser den Tag ausklingen lassen. Was auf Urlaubsfotos so leicht aussieht, ist in Wirklichkeit ein Bauprojekt mit vielen Entscheidungen. Welche Poolart passt zu Grundstück und Budget? Welche Technik brauche ich wirklich, welche ist überflüssiger Luxus? Und was kommt nach dem Bau an laufendem Aufwand auf mich zu? Wer diese Fragen vor dem ersten Spatenstich durchdenkt, spart sich später Ärger, unnötige Kosten und die Enttäuschung über eine Anlage, die nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Ein Pool ist keine Anschaffung für eine Saison, sondern eine Investition, die das Grundstück über viele Jahre prägt. Deshalb lohnt es sich, gründlich zu planen und den richtigen Fachbetrieb an die Seite zu holen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Poolarten es gibt und wie sie sich unterscheiden, welche Technik für Filter, Heizung und Abdeckung sinnvoll ist, was Sie zur Genehmigung wissen müssen, womit Sie beim Unterhalt rechnen sollten und wie Sie einen seriösen Poolbauer erkennen. Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht in Zahlen, weil sie von Größe, Bauart, Grundstück und Region zu stark abhängen. Stattdessen zeigen wir Ihnen, welche Faktoren den Preis treiben und wie Sie Angebote vergleichbar machen.
Warum ein eigener Pool sorgfältige Planung verdient
Ein Gartenpool berührt mehr Bereiche, als man auf den ersten Blick vermutet. Da ist zunächst das Grundstück selbst: Der Untergrund muss tragfähig sein, das Gelände sollte möglichst eben liegen, und der Grundwasserstand spielt bei eingelassenen Becken eine wichtige Rolle. Dann sind da die Anschlüsse für Strom und Wasser, die Frage nach dem Standort in Bezug auf Sonne, Wind und Laubbäume sowie die Wege für Bau- und später für Wartungsarbeiten. Ein Pool an der falschen Stelle kostet über die Jahre spürbar mehr Pflege, weil er ständig verschattet ist, ins Laub liegt oder der Wind das Wasser auskühlt.
Hinzu kommt, dass ein Pool selten allein steht. Terrasse, Wege, Bepflanzung, Sichtschutz und oft auch ein Technikraum gehören zum Gesamtbild. Wer das von Anfang an zusammendenkt, bekommt am Ende eine stimmige Anlage statt eines Beckens, um das herum improvisiert wurde. Gerade die Einbindung in den Garten ist ein Thema, bei dem sich die Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachbetrieben auszahlt – etwa wenn Terrasse und Umgebung im Zuge des Garten- und Landschaftsbaus gleich mitgeplant werden. Ein Pool ist eben nicht nur ein Loch mit Wasser, sondern ein kleines Ökosystem aus Bau, Technik und Gartengestaltung.
Die wichtigsten Poolarten im Überblick
Bei den Bauarten haben sich einige Grundtypen etabliert, die sich in Aufwand, Haltbarkeit, Gestaltungsfreiheit und Preis deutlich unterscheiden. Die Wahl der Poolart ist die vielleicht wichtigste Entscheidung im ganzen Projekt, weil sie fast alles Weitere beeinflusst – vom Erdaushub über die Technik bis zur späteren Pflege.
Der Stahlwandpool ist der Klassiker im Einstiegssegment. Eine verzinkte Stahlwand wird zu einem runden oder ovalen Becken geformt, mit einer Innenfolie ausgekleidet und in vielen Fällen teilweise oder ganz in den Boden eingelassen. Stahlwandbecken sind vergleichsweise günstig und schnell aufgebaut, in der Gestaltung aber begrenzt und in der Lebensdauer meist kürzer als massive Becken. Sie eignen sich gut für alle, die einen soliden Badespaß ohne großen baulichen Aufwand suchen.
Das GFK-Becken aus glasfaserverstärktem Kunststoff wird komplett vorgefertigt geliefert und mit dem Kran in die vorbereitete Grube gesetzt. Der große Vorteil liegt in der kurzen Bauzeit vor Ort und der glatten, pflegeleichten Oberfläche, an der sich Algen schwerer festsetzen. Nachteilig sind die durch den Transport begrenzten Maße und Formen sowie die Notwendigkeit einer guten Zufahrt für den Kran. Wer eine robuste, wartungsarme Lösung mit überschaubarer Baustelle möchte, ist hier oft gut aufgehoben.
Der gemauerte oder betonierte Pool ist die Königsklasse. Er wird individuell vor Ort gebaut, ist in Form, Größe und Tiefe nahezu frei gestaltbar und bei fachgerechter Ausführung außerordentlich langlebig. Diese Freiheit hat ihren Preis: Der Bau ist aufwendiger, dauert länger und verlangt echtes Fachwissen, damit das Becken dauerhaft dicht bleibt. Für anspruchsvolle Projekte, ungewöhnliche Grundstücke oder besondere Wünsche wie Überlaufrinnen und integrierte Treppen führt an einer massiven Bauweise oft kein Weg vorbei.
Der Naturpool oder Schwimmteich schließlich verzichtet weitgehend auf Chemie und reinigt das Wasser über eine biologische Regenerationszone mit Pflanzen und Substrat. Das Ergebnis ist ein naturnahes Gewässer, das sich harmonisch in den Garten einfügt und ohne Chlor auskommt. Dafür braucht ein Naturpool mehr Fläche, eine andere Art der Pflege und ein gutes Verständnis für das biologische Gleichgewicht. Wer Wert auf Natürlichkeit legt und den Platz hat, findet hier eine reizvolle Alternative zum klassischen Becken.
Die richtige Technik: Filter, Heizung und Abdeckung
Ohne Technik wird aus dem schönsten Becken schnell eine trübe Pfütze. Das Herzstück ist die Filteranlage, die das Wasser umwälzt und Schwebstoffe entfernt. Verbreitet sind Sandfilter, die zuverlässig arbeiten und einfach zu handhaben sind, sowie feiner filternde Systeme mit Glasmedien oder Kartuschen. Wichtig ist, dass Pumpe und Filter zur Wassermenge passen: Ist die Anlage unterdimensioniert, bleibt das Wasser nie richtig klar, ist sie überdimensioniert, verbraucht sie unnötig Strom. Ein guter Poolbauer rechnet die Umwälzleistung passend zum Beckenvolumen aus, statt einfach ein Standardpaket zu verkaufen.
Die Heizung entscheidet darüber, wie lange die Badesaison dauert. Am wirtschaftlichsten arbeiten in der Regel Wärmepumpen, die der Umgebungsluft Wärme entziehen und ins Wasser übertragen; sie brauchen allerdings Strom und mildere Außentemperaturen, um effizient zu laufen. Solarabsorber nutzen kostenlose Sonnenenergie, liefern aber nur bei entsprechendem Wetter Wärme und brauchen Dachfläche. Eine Poolabdeckung ist dabei kein Gegensatz zur Heizung, sondern ihre beste Verbündete: Eine gute Abdeckung hält die tagsüber gewonnene Wärme über Nacht im Becken und reduziert die Verdunstung erheblich.
Apropos Abdeckung: Sie ist weit mehr als Komfort. Sie hält Laub und Schmutz draußen, senkt den Chemikalienverbrauch, spart Heizkosten und ist – gerade bei Familien mit kleinen Kindern – ein zentrales Sicherheitsthema. Vom einfachen Solarschutz über Rollabdeckungen bis zu begehbaren Sicherheitsabdeckungen reicht die Bandbreite. Wer von Anfang an eine Abdeckung einplant, muss sie später nicht mühsam nachrüsten, weil Rollos und Führungen gleich in die Konstruktion integriert werden können. Weitere sinnvolle Bausteine sind eine ordentliche Beleuchtung, eine Gegenstromanlage für kleinere Becken und ein gut zugänglicher Technikraum, in dem die Geräte trocken und wartungsfreundlich untergebracht sind.
Braucht man für einen Pool eine Genehmigung?
Ob ein Gartenpool genehmigungspflichtig ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, weil das Baurecht in Deutschland Ländersache ist. Die Landesbauordnungen unterscheiden sich, und zusätzlich können der örtliche Bebauungsplan, Abstandsflächen zum Nachbargrundstück und die Größe des Beckens eine Rolle spielen. Als grobe Orientierung gilt: Kleinere Becken bis zu einem bestimmten Volumen sind in vielen Bundesländern verfahrensfrei, während größere oder überdachte Anlagen häufiger genehmigt werden müssen. Wer sich darauf verlässt, dass der Nachbar auch keinen Antrag gestellt hat, geht ein vermeidbares Risiko ein.
Der sichere Weg führt vor der Planung zum örtlichen Bauamt. Dort erfahren Sie, ob und in welcher Form Ihr Vorhaben angezeigt oder genehmigt werden muss, welche Abstände einzuhalten sind und ob es Besonderheiten für Ihr Grundstück gibt, etwa in Wasserschutzgebieten oder bei Hanglagen. Auch Themen wie die Einleitung des Poolwassers beim Entleeren, der Umgang mit anfallendem Erdaushub und der Anschluss der Technik gehören in diese frühe Klärung. Ein erfahrener Poolbauer kennt die regionalen Gepflogenheiten und unterstützt Sie bei den Formalitäten – die Verantwortung dafür, dass alles rechtlich sauber läuft, bleibt am Ende aber bei Ihnen als Eigentümer.
Wasserpflege und Unterhalt im Alltag
Ein Pool macht nicht nur beim Bau Arbeit, sondern begleitet Sie über die Jahre mit einem gewissen Pflegeaufwand. Das Ziel der Wasserpflege ist hygienisch einwandfreies, klares Wasser. Dazu gehört die regelmäßige Kontrolle des pH-Werts, denn nur in einem passenden Bereich wirken die Pflegemittel richtig und das Wasser reizt weder Haut noch Augen. Die Desinfektion erfolgt bei klassischen Becken meist über Chlor oder alternative Verfahren wie Salzelektrolyse, bei der aus Salz im Wasser Chlor gewonnen wird. Wichtig ist ein maßvoller, kontrollierter Einsatz statt eines Übermaßes an Chemie nach Gefühl.
Zur Routine gehören außerdem das Abkeschern von Laub, das Reinigen von Boden und Wänden – von Hand oder mit einem Poolroboter –, das gelegentliche Rückspülen des Filters und die Kontrolle der Technik. Auch die Umwälzzeiten der Pumpe wollen an die Saison und die Nutzung angepasst sein. Am Ende des Sommers steht das fachgerechte Überwintern an, damit Becken und Leitungen keinen Frostschaden nehmen. Wer diesen Aufwand scheut, kann Teile der Pflege an einen Dienstleister vergeben, sollte den laufenden Betrieb aber realistisch einkalkulieren. Zum Gesamtbild gehören neben den Pflegemitteln auch die Strom- und Wasserkosten, die je nach Beckengröße, Heizung und Nutzungsdauer ins Gewicht fallen.
Was einen Pool wirklich kostet – die Kostenfaktoren
Seriöse Preise für einen Pool lassen sich nur nach einer Besichtigung und Planung nennen, weil zu viele Faktoren zusammenspielen. Der wichtigste ist die Bauart: Ein einfaches Stahlwandbecken liegt in einer völlig anderen Größenordnung als ein individuell gemauerter Pool mit Überlaufrinne. Ebenso stark wirkt die Größe und Tiefe des Beckens, denn sie bestimmt Aushub, Materialmenge, Wasservolumen und die Dimension der Technik. Jeder zusätzliche Meter Beckenlänge zieht Folgekosten in mehreren Bereichen nach sich.
Ein oft unterschätzter Posten sind die Erd- und Vorarbeiten. Ein ebenes, gut zugängliches Grundstück mit tragfähigem Boden ist günstig zu bebauen; Fels im Untergrund, hoher Grundwasserstand, Hanglage oder eine enge Zufahrt, durch die kein Bagger passt, treiben den Aufwand nach oben. Hinzu kommen die Technik mit Filter, Pumpe, Heizung und Steuerung, die Ausstattung wie Abdeckung, Beleuchtung, Treppen und Gegenstromanlage sowie die Umgebung – Terrasse, Wege, Bepflanzung und Sichtschutz. Nicht zuletzt schlagen die laufenden Kosten für Strom, Wasser, Pflegemittel und Wartung über die Jahre zu Buche. Wer nur auf den Kaufpreis des Beckens schaut und Erdarbeiten, Technik und Umfeld ausblendet, erlebt beim Endpreis regelmäßig eine böse Überraschung. Verlangen Sie deshalb ein Angebot, das alle diese Positionen getrennt ausweist.
Den richtigen Poolbauer finden
Ein Pool ist ein anspruchsvolles Gewerk, bei dem Fehler teuer und schwer zu korrigieren sind. Ein undichtes Becken, eine falsch dimensionierte Technik oder ein Untergrund, der sich setzt, lassen sich nachträglich nur mit großem Aufwand beheben. Umso wichtiger ist die Wahl eines erfahrenen Fachbetriebs. Achten Sie auf einschlägige Erfahrung genau mit der von Ihnen gewünschten Bauart, auf Referenzen fertiger Anlagen in der Region und darauf, dass sich der Anbieter Zeit für eine Besichtigung vor Ort nimmt, statt am Telefon eine Pauschale zu nennen.
Ein guter Poolbauer denkt in Systemen: Er betrachtet das Grundstück, prüft Untergrund und Zufahrt, fragt nach Ihrer geplanten Nutzung und berät Sie ehrlich, welche Bauart und Technik dazu passt – auch wenn das nicht immer die teuerste Variante ist. Holen Sie mehrere Angebote ein und achten Sie darauf, dass alle Betriebe auf derselben Grundlage kalkulieren, damit die Zahlen vergleichbar bleiben. Ebenso wie bei anderen Bauprojekten am Haus lohnt sich der Blick auf Bewertungen, Qualifikationen und eine klare, schriftliche Kommunikation. Regionale Fachbetriebe für Poolbau, Garten- und Landschaftsbau lassen sich unkompliziert über die passenden Branchen und Dienstleister auf der Plattform finden und direkt kontaktieren.
Warnsignale bei Anbietern und Angeboten
Wie in jedem Gewerk gibt es auch beim Poolbau Anzeichen, bei denen Sie vorsichtig werden sollten. Ein deutliches Warnsignal ist ein Festpreis ohne Besichtigung des Grundstücks: Wer die Bodenverhältnisse und die Zufahrt nicht kennt, kann seriös gar nicht kalkulieren. Ebenso skeptisch sollten Sie bei Angeboten sein, die nur eine große Pauschalsumme nennen, ohne die einzelnen Positionen – Erdarbeiten, Becken, Technik, Umgebung – aufzuschlüsseln. Genau in diesen fehlenden Zeilen verstecken sich später oft die Nachträge.
Weitere Alarmzeichen sind hohe Vorauszahlungen, bevor überhaupt gearbeitet wurde, fehlende schriftliche Verträge, unklare Angaben zur Gewährleistung und Druck, schnell zu unterschreiben. Auffällig niedrige Preise, die alle anderen Angebote deutlich unterbieten, sind selten ein Schnäppchen – meist fehlen wichtige Leistungen, oder es wird an der Dichtigkeit und der Technik gespart, wo man es am wenigsten sehen kann. Seriöse Betriebe erklären offen, was sie tun und warum, geben realistische Zeitpläne an und weisen auch auf Grenzen und mögliche Zusatzkosten hin. Wer nur schwärmt und keine kritischen Punkte anspricht, verkauft eher ein Versprechen als eine Leistung.
Der typische Ablauf eines Poolbaus
Auch wenn jedes Projekt anders ist, folgt der Bau eines Pools meist einem ähnlichen Muster. Am Anfang stehen Beratung und Planung: Standort, Bauart, Größe und Technik werden festgelegt, das Grundstück wird geprüft und die Frage der Genehmigung geklärt. Danach folgen die Erdarbeiten mit dem Aushub der Grube und der Vorbereitung des Untergrunds, oft mit einer tragfähigen Bodenplatte. Erst auf dieser Basis entsteht das eigentliche Becken – je nach Bauart durch das Einsetzen eines Fertigbeckens, das Aufstellen der Stahlwand oder das Mauern und Betonieren vor Ort.
Anschließend werden die Leitungen verlegt, die Technik installiert und angeschlossen sowie das Becken mit der Innenauskleidung oder Beschichtung versehen. Nach dem ersten Befüllen und dem Einregeln der Technik geht es an die Umgebung: Terrasse, Wege, Abdeckung und Bepflanzung vervollständigen die Anlage. Ein durchdachtes Umfeld gehört zum Projekt genauso dazu wie das Becken selbst – von der rutschsicheren Terrasse bis zum Sichtschutz. Wer die Grenzen des Grundstücks gleich mitgestaltet, kann das etwa mit einem passenden Zaunbau verbinden und so Sicherheit und Privatsphäre am Pool von Anfang an mitdenken. Zum Schluss steht die Abnahme, bei der Sie die Dichtigkeit, die Funktion der Technik und die saubere Ausführung in Ruhe prüfen sollten.
Pflege der Umgebung nicht vergessen
Ein Pool wirkt nur dann einladend, wenn auch sein Umfeld gepflegt ist. Rasen, Hecken, Beete und Bäume rund um das Becken brauchen Aufmerksamkeit, und gerade Laubbäume in unmittelbarer Nähe bedeuten dauerhaft mehr Reinigungsaufwand im Wasser. Bei der Planung lohnt es sich deshalb, die Bepflanzung bewusst zu wählen: pflegeleichte, wenig laubende Gehölze in der Nähe des Beckens, schattenspendende Bäume eher in einigem Abstand. So bleibt der Pool sauberer und der Aufwand überschaubar.
Wer den Garten rund um den Pool dauerhaft in Form halten möchte, aber selbst nicht die Zeit dafür hat, kann die regelmäßige Pflege an einen Fachbetrieb übergeben. Wie Sie einen zuverlässigen Dienstleister dafür auswählen, lesen Sie im Ratgeber Gärtner und Gartenpflege finden. Eine gute Abstimmung zwischen Poolbauer und Gartenbetrieb sorgt dafür, dass Becken und Grün als Einheit funktionieren – und dass die schöne neue Anlage nicht schon nach zwei Jahren zuwächst oder von Laub überschwemmt wird. Der Pool ist am Ende immer nur so einladend wie der Garten, in dem er liegt.
Checkliste für den Poolbau
- Standort mit Blick auf Sonne, Wind, Laub und Zufahrt sorgfältig wählen
- Passende Poolart nach Budget, Nutzung und Grundstück festlegen
- Vor der Planung Genehmigung und Abstände beim örtlichen Bauamt klären
- Technik – Filter, Heizung, Abdeckung – auf das Beckenvolumen abstimmen lassen
- Mehrere Angebote mit getrennt ausgewiesenen Positionen einholen und vergleichen
- Erd- und Vorarbeiten sowie Anschlüsse von Anfang an einplanen, nicht nur das Becken
- Laufende Kosten für Strom, Wasser, Pflege und Wartung realistisch kalkulieren
- Bei der Abnahme Dichtigkeit, Technik und saubere Ausführung in Ruhe prüfen
Häufige Fragen zum Pool im Garten
Welche Poolart ist die günstigste? In der Anschaffung ist der Stahlwandpool meist die günstigste Variante, weil er schnell aufgebaut und wenig aufwendig ist. GFK-Becken und massiv gemauerte Pools liegen darüber, bieten aber mehr Haltbarkeit und Gestaltungsfreiheit. Welche Bauart insgesamt am wirtschaftlichsten ist, hängt aber auch von Pflege, Lebensdauer und Ihren Ansprüchen ab, nicht nur vom Kaufpreis.
Brauche ich für meinen Gartenpool eine Baugenehmigung? Das hängt vom Bundesland, der Beckengröße und dem örtlichen Bebauungsplan ab, denn das Baurecht ist Ländersache. Kleinere Becken sind vielerorts verfahrensfrei, größere oder überdachte Anlagen häufiger genehmigungspflichtig. Fragen Sie vor der Planung beim örtlichen Bauamt nach, um auf der sicheren Seite zu sein und Abstände zum Nachbargrundstück korrekt einzuhalten.
Wie lange dauert der Bau eines Pools? Das reicht von wenigen Tagen bei einem einfachen Aufstellbecken bis zu mehreren Wochen bei einem individuell gemauerten Pool mit aufwendiger Umgebung. Erdarbeiten, Wetter, Lieferzeiten und die Einbindung von Terrasse und Technik beeinflussen die Dauer stark. Ein seriöser Betrieb nennt Ihnen im Angebot einen realistischen Zeitrahmen statt eines Wunschtermins.
Welche Technik ist für einen Pool unverzichtbar? Unverzichtbar ist eine zum Beckenvolumen passende Filteranlage mit Pumpe, die das Wasser umwälzt und reinigt. Sehr sinnvoll sind außerdem eine Abdeckung, die Wärme hält und Schmutz abhält, sowie bei längerer Saison eine Heizung. Beleuchtung, Gegenstromanlage und ein Poolroboter sind komfortabel, aber kein Muss – hier entscheidet Ihr Bedarf.
Wie viel Pflege macht ein Pool? Ein Pool braucht regelmäßige Aufmerksamkeit: pH-Wert kontrollieren, desinfizieren, Laub abkeschern, Boden und Wände reinigen, den Filter rückspülen und die Technik im Blick behalten. Im Herbst kommt das fachgerechte Überwintern hinzu. Der Aufwand ist überschaubar, wenn man ihn in die Routine einbaut, sollte aber vor dem Bau ehrlich eingeplant werden.
Lohnt sich ein Naturpool statt eines klassischen Beckens? Ein Naturpool kommt ohne Chlor aus und fügt sich naturnah in den Garten ein, was viele als großen Vorteil empfinden. Dafür braucht er mehr Fläche für die Regenerationszone, eine andere Pflege und Verständnis für das biologische Gleichgewicht. Wenn Ihnen Natürlichkeit wichtig ist und der Platz vorhanden ist, kann sich ein Naturpool durchaus lohnen.
Kann ich einen Pool auch nachträglich in einen bestehenden Garten einbauen? Ja, das ist der Normalfall. Wichtig sind eine gute Zufahrt für Bagger oder Kran, ein tragfähiger Untergrund und genug Platz für das Becken samt Umgebung und Technik. Bei beengten Grundstücken oder schwieriger Zufahrt steigt der Aufwand. Ein Ortstermin mit dem Fachbetrieb zeigt schnell, was machbar ist und worauf Sie achten müssen.
Wie finde ich einen guten Poolbauer in meiner Region? Achten Sie auf Erfahrung genau mit Ihrer gewünschten Bauart, auf Referenzen fertiger Anlagen und darauf, dass der Betrieb vor dem Angebot das Grundstück besichtigt. Holen Sie mehrere vergleichbare Angebote ein und prüfen Sie Bewertungen und Qualifikationen. Passende regionale Fachbetriebe für Poolbau und Garten finden Sie gebündelt über die Branchenübersicht der Plattform.
Fazit
Ein Pool im eigenen Garten kann viele Jahre lang Freude bereiten – vorausgesetzt, er ist gut geplant und fachgerecht gebaut. Die entscheidenden Weichen werden früh gestellt: bei der Wahl des Standorts, der passenden Poolart und einer Technik, die zum Becken und zur eigenen Nutzung passt. Wer die Genehmigung rechtzeitig klärt, die Erd- und Vorarbeiten nicht unterschätzt und die laufenden Kosten für Pflege und Betrieb ehrlich einkalkuliert, erlebt beim Endpreis keine bösen Überraschungen und hat lange etwas von der Anlage.
Genauso wichtig wie das Becken selbst ist der richtige Partner an Ihrer Seite. Ein erfahrener Poolbauer berät ehrlich, kalkuliert transparent und denkt den Pool im Zusammenspiel mit Garten, Terrasse und Technik. Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl, holen Sie mehrere Angebote ein und achten Sie auf die genannten Warnsignale. Regionale Fachbetriebe kennen die örtlichen Gegebenheiten, sind bei Rückfragen schnell erreichbar und stehen für ihre Arbeit ein. So wird aus dem Traum vom eigenen Schwimmbad ein Projekt, das jeden Sommer aufs Neue trägt.
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