Ratgeber
Elektronik & Technik verkaufen auf Kleinanzeigen: schnell, sicher und zum fairen Preis
Meine Heimat 24 Redaktion21. September 2026

Foto: Shixart1985, CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
Altes Smartphone, ausgemusterter Laptop oder der Fernseher aus dem Wohnzimmer – gebrauchte Technik lässt sich privat gut verkaufen, wenn man ein paar Dinge beachtet. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Ihre Geräte ehrlich beschreiben, Daten sicher löschen, einen realistischen Preis finden und Betrug vermeiden. So wird der Verkauf zu einem fairen Geschäft für beide Seiten.
In fast jedem Haushalt schlummern Geräte, die niemand mehr benutzt: das Smartphone von vor zwei Jahren in der Schublade, ein Laptop, der durch ein neueres Modell ersetzt wurde, die Spielekonsole der letzten Generation oder eine Kamera, die seit der Anschaffung des besseren Handys nur noch Staub ansetzt. Dabei sind viele dieser Geräte technisch völlig in Ordnung und für andere Menschen ein guter Kauf. Wer sie verkauft, schafft Platz, bekommt Geld zurück und verhilft der Technik zu einem zweiten Leben, statt sie ungenutzt altern zu lassen. Der private Verkauf über Kleinanzeigen ist dafür der unkomplizierteste Weg, weil er keine Zwischenhändler kennt und der Preis direkt bei Ihnen bleibt.
Gleichzeitig hat der Verkauf gebrauchter Elektronik seine eigenen Tücken. Anders als bei Möbeln oder Kleidung enthalten Technikgeräte oft persönliche Daten, sie verlieren schnell an Wert, und sie ziehen leider auch Betrüger an, die es auf Vorkasse oder auf das Gerät selbst abgesehen haben. Ein ehrlich beschriebenes Inserat, eine gründliche Datenlöschung und eine durchdachte Übergabe entscheiden darüber, ob der Verkauf reibungslos läuft oder in Ärger endet. In diesem Ratgeber gehen wir Schritt für Schritt durch, wie Sie Smartphone, Laptop, Fernseher, Konsole oder Kamera schnell, sicher und zu einem fairen Preis an den nächsten Besitzer bringen.
Warum sich der private Verkauf gebrauchter Technik lohnt
Elektronik verliert zwar an Wert, aber längst nicht so schnell, wie viele glauben. Ein gepflegtes Smartphone der Mittel- oder Oberklasse behält auch nach zwei bis drei Jahren einen spürbaren Restwert, gute Laptops und Kameras sowieso. Wer sein Gerät privat verkauft, statt es in Zahlung zu geben oder an einen Ankaufdienst zu schicken, erzielt in aller Regel deutlich mehr, weil der gewerbliche Zwischenhandel seine Marge einbehalten muss. Der Aufwand für ein gutes Inserat ist überschaubar, und der Unterschied kann leicht mehrere Dutzend bis über hundert Euro betragen.
Neben dem finanziellen Aspekt gibt es einen ökologischen. Elektroschrott gehört zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen, und jedes Gerät, das weiterverwendet wird, spart Rohstoffe und Energie für die Neuproduktion. Ein funktionierendes Smartphone in fremde Hände zu geben ist fast immer sinnvoller, als es in der Schublade verwahren zu lassen, wo der Akku ohnehin langsam altert. Wer verkaufen möchte, kann sein Angebot kostenlos einstellen und findet oft schon innerhalb weniger Tage einen Interessenten aus der Region. Ihr Inserat erstellen Sie unkompliziert über Anzeige kostenlos aufgeben, und wer sich erst einmal umsehen möchte, was Geräte wie das eigene ungefähr kosten, stöbert vorab in den Kleinanzeigen.
Vor dem Inserat: Gerät prüfen, reinigen und vorbereiten
Bevor Sie auch nur ein Foto machen, sollte das Gerät technisch geprüft und sauber sein. Testen Sie alle Funktionen, die ein Käufer erwarten wird: Lädt der Akku und wie lange hält er ungefähr? Funktionieren alle Tasten, Anschlüsse, Kameras, Lautsprecher und das Mikrofon? Gibt es Pixelfehler im Display, Kratzer im Glas, Dellen im Gehäuse oder Gebrauchsspuren an den Kanten? Machen Sie sich ehrliche Notizen, denn genau diese Angaben gehören später in die Beschreibung. Ein Gerät, das der Käufer wie angekündigt vorfindet, führt fast nie zu Streit.
Anschließend folgt die Reinigung. Ein Mikrofasertuch, etwas Sorgfalt an Lautsprecheröffnungen und Anschlüssen sowie das Entfernen alter Schutzfolien lassen ein Gerät gleich deutlich wertiger wirken. Übertreiben Sie es aber nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln oder Feuchtigkeit an offenen Anschlüssen. Prüfen Sie außerdem, ob Sie das passende Ladekabel, Netzteil und eventuell vorhandenes Zubehör noch finden. Je vollständiger und gepflegter ein Gerät übergeben wird, desto höher der erzielbare Preis und desto geringer die Wahrscheinlichkeit späterer Rückfragen. Diese Vorbereitung kostet eine halbe Stunde und zahlt sich fast immer aus.
Datenlöschung und Reset: der wichtigste Schritt
Kein Punkt ist beim Verkauf von Elektronik so wichtig wie das Löschen Ihrer persönlichen Daten – und keiner wird so oft unterschätzt. Auf Smartphones, Tablets, Laptops und selbst auf modernen Fernsehern und Konsolen liegen Fotos, Nachrichten, gespeicherte Passwörter, Zugänge zu E-Mail-Konten, Online-Banking und sozialen Netzwerken. Wer ein Gerät ungelöscht weitergibt, verschenkt im schlimmsten Fall den Schlüssel zu seinem digitalen Leben. Deshalb gilt ausnahmslos: erst alle Daten sichern, dann vollständig löschen, und erst danach übergeben.
Der richtige Weg beginnt mit einem Backup Ihrer wichtigen Daten auf einen anderen Rechner, eine Festplatte oder in einen Cloud-Speicher. Danach melden Sie sich aus allen Konten ab und entfernen die Verknüpfung des Geräts mit Ihren Nutzerkonten – bei Smartphones ist das besonders wichtig, weil aktivierte Diebstahlsperren wie die Aktivierungssperre ein Gerät für den Käufer sonst unbrauchbar machen. Entfernen Sie SIM- und Speicherkarten. Anschließend setzen Sie das Gerät über die Werkseinstellungen vollständig zurück. Bei Smartphones und Tablets ist der werkseitige Reset in der Regel ausreichend, weil moderne Geräte ihren Speicher verschlüsseln. Bei Windows-Laptops sollten Sie beim Zurücksetzen die Option wählen, die Daten sicher entfernt, statt sie nur oberflächlich zu löschen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, sich vor dem Verkauf gezielt zu informieren, weil das genaue Vorgehen je nach Gerät und Betriebssystem unterschiedlich ist. Nehmen Sie sich für diesen Schritt bewusst Zeit – er ist wichtiger als jedes gute Foto.
Zubehör, Originalverpackung und Rechnung
Vollständigkeit erhöht den Wert und schafft Vertrauen. Wer die Originalverpackung, das mitgelieferte Ladekabel, Adapter, Controller, Objektive oder Fernbedienungen noch besitzt, sollte das im Inserat deutlich erwähnen und mitfotografieren. Käufer greifen erfahrungsgemäß lieber zu einem Angebot, das komplett wirkt, und sind dann auch bereit, etwas mehr zu zahlen. Umgekehrt ist es kein Beinbruch, wenn Zubehör fehlt – dann gehört das ebenfalls klar in die Beschreibung, damit hinterher niemand ein vergessenes Kabel erwartet.
Ein besonderer Pluspunkt ist die Originalrechnung oder ein Kaufbeleg. Sie belegt, dass das Gerät rechtmäßig erworben wurde, hilft dem Käufer bei Fragen zur Restgarantie und wirkt seriös. Falls das Gerät noch Herstellergarantie hat, sollten Sie darauf hinweisen, denn das ist ein echtes Verkaufsargument. Beachten Sie dabei aber, dass Sie als Privatverkäufer die gesetzliche Gewährleistung wirksam ausschließen können und sollten – dazu gehört ein entsprechender Hinweis in der Anzeige, dass es sich um einen Privatverkauf ohne Garantie und Rücknahme handelt. Die Herstellergarantie bleibt davon unberührt und geht auf den neuen Besitzer über.
Den richtigen Preis finden
Der Preis entscheidet oft darüber, ob sich innerhalb von Tagen jemand meldet oder ob die Anzeige wochenlang liegen bleibt. Am besten recherchieren Sie zunächst, was vergleichbare Geräte im gleichen Zustand aktuell kosten. Suchen Sie gezielt nach demselben Modell mit derselben Speichergröße und Farbe und schauen Sie nicht nur auf die Wunschpreise anderer Verkäufer, sondern versuchen Sie einzuschätzen, welche Angebote tatsächlich verkauft werden. Ein realistischer Marktpreis liegt meist unter den höchsten geforderten Summen, weil viele Inserate mit Fantasiepreisen einfach liegen bleiben.
Berücksichtigen Sie beim Ansetzen des Preises den ehrlichen Zustand, das Alter, den Lieferumfang und die aktuelle Nachfrage. Ältere Modelle verlieren rund um den Marktstart eines Nachfolgers spürbar an Wert, was ein guter oder ein schlechter Verkaufszeitpunkt sein kann. Wenn Sie schnell verkaufen möchten, setzen Sie den Preis etwas unter dem Durchschnitt an; wenn Sie Zeit haben, können Sie höher einsteigen und nach und nach reduzieren. Kalkulieren Sie außerdem einen kleinen Verhandlungsspielraum ein, denn viele Käufer erwarten, handeln zu können. Ein Preis mit dem Zusatz, dass er verhandelbar ist, wirkt oft einladender als eine sture Festsumme – überzogen niedrig sollten Sie aber nicht starten, sonst wecken Sie Zweifel an der Echtheit des Angebots.
Gute Fotos, die Vertrauen schaffen
Bei gebrauchter Elektronik verkaufen die Fotos das Gerät. Ein Käufer, der das Produkt nicht in der Hand halten kann, entscheidet anhand der Bilder, ob er das Angebot überhaupt anklickt und ob er es für glaubwürdig hält. Fotografieren Sie deshalb bei Tageslicht vor einem ruhigen, neutralen Hintergrund und machen Sie mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln: die Vorderseite mit eingeschaltetem Display, die Rückseite, die Kanten und Ecken sowie sämtliches Zubehör. Ein eingeschaltetes Gerät auf dem Foto signalisiert, dass es funktioniert, und schafft sofort mehr Vertrauen als ein schwarzer Bildschirm.
Besonders wichtig ist, dass Sie vorhandene Gebrauchsspuren nicht verstecken, sondern gezielt zeigen. Ein Kratzer im Display, eine Delle am Rahmen oder abgenutzte Ecken gehören aufs Bild, am besten als eigenes Detailfoto. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, ist aber der beste Schutz vor späteren Diskussionen: Wer den Mangel offen zeigt, kann sich hinterher nicht vorwerfen lassen, etwas verschwiegen zu haben. Achten Sie außerdem darauf, dass auf den Fotos keine persönlichen Daten, Seriennummern oder Ihre Wohnungseinrichtung im Hintergrund zu erkennen sind. Verwenden Sie eigene Aufnahmen und keine Herstellerbilder aus dem Internet, denn echte Fotos des tatsächlichen Geräts sind das A und O eines seriösen Inserats.
Die Anzeige ehrlich und vollständig beschreiben
Eine gute Beschreibung nimmt dem Käufer die wichtigsten Fragen vorweg. Nennen Sie das genaue Modell, die Speichergröße, die Farbe, das ungefähre Alter und den Zustand in klaren Worten. Beschreiben Sie ehrlich, was funktioniert und was nicht, welche Gebrauchsspuren vorhanden sind und welches Zubehör dabei ist. Geben Sie an, ob Originalverpackung und Rechnung vorliegen und ob noch Restgarantie besteht. Je präziser Ihre Angaben, desto weniger Rückfragen bekommen Sie und desto ernsthafter sind die Interessenten, die sich melden.
Formulieren Sie sachlich statt werblich. Übertriebene Superlative wie neuwertig oder Topzustand wirken bei einem sichtbar genutzten Gerät unglaubwürdig; besser ist eine nüchterne, nachprüfbare Beschreibung. Vergessen Sie den rechtlich wichtigen Hinweis nicht, dass es sich um einen Privatverkauf unter Ausschluss der Gewährleistung und ohne Rücknahme handelt. Machen Sie außerdem klar, wie die Übergabe ablaufen soll – ob Abholung vor Ort bevorzugt wird oder ob Sie versenden. Ein vollständiges, ehrliches Inserat ist nicht nur fairer, sondern verkauft am Ende auch schneller. Wenn Sie so weit sind, stellen Sie Ihr Angebot direkt über Anzeige kostenlos aufgeben ein.
Sichere Übergabe vor Ort und Risiken beim Versand
Die persönliche Übergabe ist bei Elektronik fast immer der sicherste Weg. Käufer und Verkäufer treffen sich, das Gerät wird gemeinsam geprüft, die Zahlung erfolgt in bar oder per sofort sichtbarer Überweisung, und beide gehen zufrieden auseinander. Wählen Sie für das Treffen einen belebten, gut einsehbaren Ort, etwa den Eingangsbereich eines Einkaufszentrums oder einen Café-Vorplatz, statt Fremde in Ihre Wohnung zu lassen. Geben Sie das Gerät erst heraus, wenn die Zahlung wirklich angekommen ist – bei Bargeld nach dem Zählen, bei Überweisung erst nach der bestätigten Gutschrift auf Ihrem Konto, nicht nach einem vorgezeigten Screenshot.
Beim Versand steigt das Risiko, deshalb sollten Sie hier besonders umsichtig sein. Versenden Sie hochwertige Technik nur versichert und mit Sendungsverfolgung, verpacken Sie das Gerät stoßsicher und heben Sie den Einlieferungsbeleg auf. Fotografieren Sie das Gerät samt Seriennummer vor dem Verpacken, damit Sie im Streitfall belegen können, was Sie verschickt haben. Versenden Sie grundsätzlich erst, wenn das Geld auf Ihrem Konto eingegangen ist. Seien Sie skeptisch bei Käufern, die auf ungewöhnliche Bezahlwege drängen oder Sie zu einem schnellen Versand vor Zahlungseingang bewegen wollen. Ausführliche Hinweise zu Zahlungswegen und Übergabe finden Sie auch im Ratgeber Kleinanzeigen sicher kaufen und verkaufen.
Betrug erkennen und vermeiden
Wo Werte den Besitzer wechseln, sind leider auch Betrüger unterwegs, und gerade Elektronik ist ein beliebtes Ziel. Ein typisches Muster ist die Bitte, das Gerät vor Zahlungseingang zu versenden, oft verbunden mit einer erfundenen Geschichte über einen dringenden Umzug ins Ausland oder ein Geschenk für Verwandte. Ebenso verbreitet sind gefälschte Zahlungsbestätigungen per E-Mail oder SMS, die täuschend echt aussehen, aber keinerlei echte Gutschrift bedeuten. Andere Betrüger locken mit Bezahldiensten, die Sie angeblich nutzen müssen, und schicken Ihnen Links zu nachgebauten Bezahlseiten, auf denen Sie Ihre Bankdaten eingeben sollen.
Die wichtigste Regel lautet: Vertrauen Sie nur dem tatsächlichen Geldeingang auf Ihrem eigenen Konto und keinem vorgezeigten Beleg. Klicken Sie nicht auf Links, die Ihnen ein Käufer zur angeblichen Zahlungsabwicklung schickt, und geben Sie niemals Kontozugangsdaten, Kreditkartennummern oder Bestätigungscodes weiter. Seien Sie misstrauisch, wenn die Kommunikation schnell aus dem Nachrichtensystem auf andere Kanäle verlagert werden soll, wenn ungewöhnlicher Zeitdruck aufgebaut wird oder wenn ein Preis ohne jede Verhandlung sofort akzeptiert wird. Die polizeiliche Kriminalprävention rät, im Zweifel lieber einen Interessenten abzulehnen, als ein ungutes Gefühl zu ignorieren. Ein seriöser Käufer hat kein Problem mit Barzahlung bei Abholung oder mit dem Grundsatz, dass Ware erst nach Zahlungseingang das Haus verlässt.
Besonderheiten je Gerät: Smartphone, Laptop, TV, Konsole, Kamera
Auch wenn die Grundregeln für alle Geräte gelten, gibt es Eigenheiten. Beim Smartphone ist neben dem Reset das Deaktivieren der Diebstahlsperre und das Entfernen aus dem Herstellerkonto entscheidend, weil ein noch gekoppeltes Gerät für den Käufer nicht nutzbar ist. Nennen Sie außerdem den Akkuzustand, sofern das Gerät ihn anzeigt, denn danach wird fast immer gefragt. Beim Laptop sind die technischen Eckdaten wichtig – Prozessor, Arbeitsspeicher, Art und Größe des Speichers, Displayauflösung – sowie die Angabe, ob ein Betriebssystem installiert ist und wie der Akku noch durchhält. Löschen Sie hier die Festplatte gründlich und nicht nur oberflächlich.
Fernseher werden meist vor Ort verkauft, weil Versand teuer und heikel ist; geben Sie die Bildschirmdiagonale, das Baujahr, die Anschlüsse und die Smart-Funktionen an und melden Sie das Gerät aus Ihren Streamingkonten ab. Bei Spielekonsolen gehören die Anzahl der Controller, der interne Speicher und eventuell noch aktive digitale Konten in die Beschreibung – auch hier vor der Übergabe vom Nutzerkonto abmelden und zurücksetzen. Kameras leben von Detailangaben zu Auslösungszahl, mitgeliefertem Objektiv, Akkus und Speicherkarten; zeigen Sie den Sensor und die Linse auf klaren Fotos und weisen Sie auf eventuelle Staubpunkte oder Gebrauchsspuren hin. Wer diese gerätetypischen Fragen vorwegnimmt, spart sich viele Nachrichten und wirkt sofort kompetent.
Checkliste vor dem Verkauf
- Alle Funktionen testen und Zustand ehrlich notieren, inklusive Kratzer und Mängel
- Wichtige Daten sichern, aus allen Konten abmelden und Diebstahlsperre deaktivieren
- Gerät vollständig auf Werkseinstellungen zurücksetzen, Speicher sicher löschen
- SIM- und Speicherkarten entnehmen, Zubehör und Rechnung zusammensuchen
- Vergleichspreise recherchieren und einen realistischen, leicht verhandelbaren Preis ansetzen
- Eigene Fotos bei Tageslicht machen und Gebrauchsspuren offen zeigen
- Privatverkauf ohne Gewährleistung und Rücknahme in der Anzeige vermerken
- Übergabe an belebtem Ort planen, Ware erst nach echtem Zahlungseingang herausgeben
Häufige Fragen zum Elektronikverkauf
Muss ich mein Smartphone vor dem Verkauf wirklich zurücksetzen? Ja, und zwar unbedingt. Auf dem Gerät liegen persönliche Daten, gespeicherte Passwörter und Kontozugänge, die niemals in fremde Hände gehören. Sichern Sie zuerst Ihre Daten, melden Sie sich aus allen Konten ab, deaktivieren Sie die Diebstahlsperre und setzen Sie das Gerät dann vollständig auf Werkseinstellungen zurück. Erst danach ist es verkaufsbereit.
Reicht das normale Löschen der Dateien beim Laptop aus? Nein, einfaches Löschen oder das Leeren des Papierkorbs entfernt Daten nur oberflächlich, sie lassen sich oft wiederherstellen. Nutzen Sie beim Zurücksetzen die Option, die den Speicher sicher überschreibt beziehungsweise die Daten vollständig entfernt. Bei sehr sensiblen Inhalten informieren Sie sich vorab über sichere Löschverfahren für Ihren Speichertyp. So stellen Sie sicher, dass keine Reste zurückbleiben.
Wie finde ich einen fairen Preis für mein Gerät? Suchen Sie nach demselben Modell im gleichen Zustand und mit gleicher Ausstattung und schauen Sie, zu welchen Preisen tatsächlich verkauft wird, nicht nur, was gefordert wird. Berücksichtigen Sie Alter, Zustand, Lieferumfang und aktuelle Nachfrage. Wer schnell verkaufen will, setzt etwas unter dem Durchschnitt an. Ein kleiner Verhandlungsspielraum wirkt oft einladender als eine starre Festsumme.
Muss ich als Privatverkäufer Gewährleistung geben? Als Privatperson können Sie die gesetzliche Gewährleistung wirksam ausschließen, und das sollten Sie auch tun. Dazu gehört ein klarer Hinweis in der Anzeige, dass es sich um einen Privatverkauf ohne Garantie und ohne Rücknahme handelt. Wichtig ist trotzdem, keine bekannten Mängel zu verschweigen, denn arglistig verschwiegene Fehler kann man nicht ausschließen. Ehrlichkeit schützt Sie am besten.
Wie schütze ich mich beim Versand vor Betrug? Versenden Sie grundsätzlich erst, wenn das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto eingegangen ist, nicht nach einem vorgezeigten Screenshot. Nutzen Sie versicherten Versand mit Sendungsverfolgung, verpacken Sie stoßsicher und bewahren Sie den Einlieferungsbeleg auf. Fotografieren Sie das Gerät mit Seriennummer vor dem Verpacken. Bei Druck, das Gerät vorab zu verschicken, sollten Sie ablehnen.
Ist die Übergabe vor Ort oder der Versand sicherer? Die persönliche Übergabe ist bei Elektronik in der Regel sicherer, weil das Gerät gemeinsam geprüft und sofort bar bezahlt werden kann. Wählen Sie einen belebten, öffentlichen Ort und geben Sie das Gerät erst nach erhaltener Zahlung heraus. Versand ist möglich, erfordert aber mehr Vorsicht bei Zahlung und Verpackung. Bei hochwertigen Geräten ist die Abholung meist die entspanntere Lösung.
Woran erkenne ich einen betrügerischen Käufer? Typische Warnzeichen sind der Wunsch, vor Zahlungseingang zu versenden, gefälschte Zahlungsbestätigungen, ungewöhnlicher Zeitdruck und Links zu fremden Bezahlseiten. Auch wenn jemand ohne jede Rückfrage sofort den vollen Preis akzeptiert oder schnell auf andere Kommunikationskanäle wechseln will, ist Vorsicht geboten. Geben Sie niemals Kontodaten oder Bestätigungscodes weiter. Im Zweifel lehnen Sie den Kontakt lieber ab.
Lohnt sich der private Verkauf gegenüber einem Ankaufdienst? Meistens ja. Ankaufdienste sind bequem, ziehen aber ihre Marge ab und zahlen deshalb in der Regel weniger als ein Direktverkauf an eine Privatperson. Wer bereit ist, ein gutes Inserat zu erstellen und ein paar Nachrichten zu beantworten, erzielt fast immer einen höheren Preis. Für sehr alte oder defekte Geräte kann ein Ankauf oder das fachgerechte Recycling dennoch die sinnvollere Wahl sein.
Fazit
Gebrauchte Elektronik zu verkaufen ist keine Raketenwissenschaft, aber es lohnt sich, ein paar Dinge ernst zu nehmen. Der wichtigste Schritt ist die gründliche Datenlöschung: Sichern, abmelden, Diebstahlsperre deaktivieren und vollständig zurücksetzen, bevor das Gerät den Besitzer wechselt. Danach entscheiden ein ehrliches Inserat mit echten Fotos, ein realistischer Preis und eine durchdachte, sichere Übergabe darüber, ob der Verkauf schnell und ohne Ärger gelingt. Wer offen mit Gebrauchsspuren umgeht und nur dem echten Zahlungseingang vertraut, hat die typischen Fallen bereits umgangen.
Am Ende profitieren alle: Sie schaffen Platz und bekommen Geld zurück, der Käufer freut sich über funktionierende Technik zum fairen Preis, und ein weiteres Gerät bleibt im Kreislauf, statt zu Elektroschrott zu werden. Nehmen Sie sich die halbe Stunde für Vorbereitung, Reinigung und eine ordentliche Beschreibung – sie zahlt sich fast immer aus. Wenn Sie so weit sind, geben Sie Ihr Gerät kostenlos zum Verkauf frei, und schon bald meldet sich der nächste Besitzer aus Ihrer Nähe.
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